Autor-Archiv Ratsfraktion

VonRatsfraktion Aug 11, 2019

FDP denkt digital, smart, klimafreundlich

Quelle: NGZ v. 10.08.2019 v. Ludgar Baten

Das Ende des Braunkohle-Tagebaus wird auch Neuss treffen. Davon zeigt sich die FDP-Spitze überzeugt. Die Chefs von Partei und Fraktion, Michael Fielenbach und Manfred Bodewig, kündigen eine politische Offensive für den Herbst an. 

Alle sprechen vom Strukturwandel – nur die Neusser nicht genug. Diese Meinung vertritt jedenfalls das Führungspersonal der FDP im Stadtverband und in der Ratsfraktion. „Das Ende der Braunkohleverstromung wird Neuss hart treffen“, sagt Parteichef Michael Fielenbach, und nennt den Standort der energieintensiven Aluminiumindustrie im Süden der Stadt als Beispiel. Gemeinsam mit Fraktionschef Manfred Bodewig kündigt Fielenbach eine politische Offensive nach der Sommerpause an, die das Ziel hat, „Neuss innovativ in die Zukunft zu führen“.

Das Rheinische Revier inklusive seiner Kraftwerke ragt deutlich in den Rhein-Kreis Neuss, der somit Teil des größten Braunkohle-Abbaugebietes in Deutschland ist. Experten schätzen, dass einschließlich der Zuliefereretriebe dort 90.000 Menschen arbeiten. Damit soll spätestens 2038 Schluss sein. Das empfiehlt die Berliner Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ – die sogenannte Kohlekommission. Deren Spruch will die Bundesregierung folgen, bereitet entsprechende Gesetze vor. Um den Strukturwandel zu gestalten, sollen in den kommenden zwanzig Jahren 15 Milliarden Euro ins Revier fließen.

INFO46 neue Mitglieder für die FDP Neuss seit 2014

Stadtverband Seit Februar 2014 führt Michael Fielenbach (58) die Stadtpartei der FDP, die er mit 106 Mitgliedern übernahm; heute sind es 152. Sein Stellvertreter ist Gerd Schorn. Der Stadtverband Neuss wurde 1945 gegründet.

Ratsfraktion Die Neusser Liberalen verfügen über sechs Sitze im Stadtrat. Vorsitzender der Fraktion ist seit Beginn der Wahlperiode Manfred Bodewig (67); seine Stellvertreter sind Hans-Peter Fantini und Cornel Janßen.

Viele Ideen und Projekte werden vor diesem Hintergrund entwickelt; auch in den Rathäusern von Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen sowie im Kreishaus. In Neuss vermisst die FDP solche Initiativen, die auf die gewaltigen Veränderungen vor der Haustüre zielen. Darum machten sich die Neusser Liberalen auf Antwortsuche. Herausgekommen ist eine lange Liste mit konkreten Vorschlägen und Gedankenskizzen, die von den Liberalen in drei Handlungsfelder eingruppiert wurden: 1) Stadtplanung Hammfeld mit grünem Korridor, 2) Mobilität unter Einbeziehung von Wasserstoff-Technologie und Smart City, 3) Dachbegrünungen als wichtiges Puzzleteil im Bereich Klima- und Umweltschutz. Die Ratsfraktion werde die Überlegungen in Anträge fassen und sie in die politische Diskussion einbringen, so bald der Rat im Spätsommer seine Arbeit wieder aufnehme.

  • Stadtplanung Das Areal vom Wendersplatz bis zum Höffner-Möbelhaus müsse jetzt entwickelt werden, einschließlich der Rennbahn als grüne Oase und Teil eines Landesgartenschau-Konzeptes. Mit Blick auf Wohnungsbau sowie Gewerbenutzung machen sich Fielenbach und die FDP für ein Flächenmanagement stark.
  • Mobilität + Smart City Mobilität unter Einbeziehung von Wasserstoff-Technologie und Smart CityDie FDP regt an, dass Neuss beim Thema Mobilität stark auf Wasserstoff-Technologie setzt und schlägt ein Servicezentrum mit Tankstelle vor. Smart City ist für Bodewig eine technische und strategische Basis, um über den Datenaustausch von vernetzten Geräten und Sensoren eine ganze Stadt zu steuern: Verkehr, Versorgung und Müll-Entsorgung. Er könne sich Cluster mit den großen Technologie-konzernen in der Stadt wie 3M und Pierburg vorstellen.
  • Dachbegrünungen An der Anton-Kux-Straße im Hammfeld erhält Neuss sein erstes Wohnhochhaus mit 22 Geschossen. Für Bodewig eine Chance, ein „Modellhaus“ zu errichten, das auf verschiedenen Ebenen Grünflächen erhalte, die von den Bewohnern genutzt werden. Fielenbach schlägt vor, das Dachbegrünungskataster des Kreises zu nutzen. So könne ein Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas geleistet werden: „Umweltschutz hat etwas mit Innovation zu tun.“

VonRatsfraktion Jul 25, 2019

Start in das Kita-Jahr 2019/20 – Rainer Matheisen: Rhein-Kreis Neuss erhält fast 11 Mio. Euro mehr Kita-Mittel

Der Stadtverbandsvorsitzende Michael Fielenbach begrüßt die Entscheidung, die die FDP/CDU-Landesregierung zum Wohle der Entwicklung der Kitas in Nordrhein- Westfalen getroffen hat.

Er freut sich am kommenden Samstag, 27.Juli 2019, ab ca. 11.00 Uhr, den Landtagsabgeordneten Rainer Matheisen auf dem Neusser Markt begrüßen zu können. Matheisen macht einen Tourstopp mit dem FDP-Informationsbus der Landtagsfraktion, um zusammen mit der FDP Neuss den Bürgern im Dialog zur Verfügung zu stehen. 

Am 1. August beginnt das neue Kindergartenjahr 2019/20. Die Kindertageseinrichtungen in den nordrhein-westfälischen Kommunen erhalten dabei deutlich mehr Geld als im Kindergartenjahr zuvor. Der Landtag hatte bereits im Februar diesen Jahres eine Überbrückungsfinanzierung für das kommende Kindergartenjahr zum Erhalt der Trägervielfalt und zur Vorbereitung der grundlegenden Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) beschlossen. Der Landtagsabgeordnete der Freien Demokraten Rainer Matheisen freut sich über die verbesserte finanzielle Ausstattung der Kitas im Rhein-Kreis Neuss: „Wir wissen, dass zahlreiche Kitas finanziell an der Belastungsgdrenze arbeiten. Darum freut es mich umso mehr, dass die Kitas hier vor Ort im kommenden Kindergartenjahr 10.988.455 Euro mehr zur Verfügung haben.“ Die zusätzlichen Mittel können beispielsweise für die Kita-Ausstattung oder für zusätzliches Personal genutzt werden und so zu mehr Qualität oder zur Entlastung des Kita-Personals beitragen.“ 90 Prozent dieser Mittel stammen von Land, 10 Prozent wird von den örtlichen Jugendämtern finanziert.

„Zum Kitajahr 2020/21 soll  dann das Gesetz zur Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)  in Kraft treten. Die schwarz-gelbe Landesregierung hat den Gesetzentwurf dazu diesen Monat im Landtag eingebracht. Mit der Reform sollen rund 1,3 Milliarden Euro zusätzlich in die Verbesserung der frühkindlichen Bildung investiert werden. Davon fließen alleine rund 750 Millionen Euro in die Auskömmlichkeit des Finanzierungssystems.“ Matheisen ist überzeugt, dass die umfassende Reform ein großer und bedeutender Schritt für eine deutliche Verbesserung der Situation in den Kitas sein wird: „Die finanzielle Ausstattung wird sich durch eine Dynamisierung und Orientierung an den tatsächlichen Personal- und Sachkosten in den Kitas jährlich automatisch erhöhen. Damit sorgt die NRW-Koalition nach Jahren des Stillstands endlich für eine auskömmliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung, wirkt mit einer Fachkraftoffensive dem Fachkräftemangel gezielt entgegen und entlastet junge Familien mit einem weiteren beitragsfreien Kitajahr auch finanziell.“

Bei Rückfragen erreichen Sie Herrn Matheisen unter 0174-9208662.

VonRatsfraktion Jul 23, 2019

FDP Neuss fordert: Aufbau eines lokalen Netzwerkes als „Smart-City-Technologieplattform“ für ein intelligent vernetztes (smartes) Neuss

  1. Die FDP Neuss möchte die Verwaltung beauftragen gemeinsam mit „Unitymedia Business“ auf der Basis von „LoRaWan“ (Long Range Wide Area Network) ein Konzept für ein Lokales Netzwerke für die Stadt Neuss als technische und strategische Voraussetzung für ein „Smartes Neuss“ zu erarbeiten, dass durch hohe Energieeffizienz, große Reichweiten, hohe Sicherheitsstandards und flexible Schnittstellen zur Anbindung fremder Anwendungen geprägt ist um zukunftssicher eine immer steigende Anzahl von IoT-Daten zu transportieren. Dazu ist 
  2. die Rolle der ITK-Rheinland mit ihren Leistungen (z.B. Internet-Service-Provider, Backbone Kapazitäten) abzuklären und wenn möglich miteinzubeziehen. Ausserdem will die FDP Neuss 
  3. den Mehrwert dieses lokalen Netzwerks und dessen Sensorik auch für die Aufgabenerledigung und Messdatenerfassung sowie Anlagensteuerung der Stadtwerke zugänglich zu machen. Dazu gehört auch 
  4. ein Konzept zur Auslobung eines IoT-Awards „Digitales Neuss“ zu entwickeln, bei dem im Rahmen eines Wettbewerbes kreative Köpfe mit Ideen zur „Nutzung von IoT im täglichen Leben“ aufgerufen werden um mit „smarten Anwendungen“ die Lebensqualität in Neuss weiter zu steigern.

Michael Fielenbach, FDP-Stadtverbandsvorsitzender: „ Die Idee einer „intelligent vernetzten Stadt“ (Smart City) ist nicht neu. Die Städte suchen ständig nach Möglichkeiten, wie Technologie dazu beitragen kann, eine leistungsfähige und nachhaltige Infrastruktur aufzubauen und zu steuern, die Mehrwerte schafft und die Verwaltungs- und Betriebskosten senkt. Dabei ist das erste Ziel bei der Umsetzung von Smart-City-Technologien die Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner, die Steuermitteleffizienz, die Verkürzung von Wartezeiten, die Schaffung von Zeitgewinnen, die Deckung von Dienstleistungsbedarf und die schonende Nutzung von Ressourcen.“

Den wichtigsten Part bei einer smarten Stadt spielt das „Internet of Things“, kurz „IoT“, und  dringt dabei in nahezu alle Lebensbereiche vor in jedes Unternehmen und in jede Branche vor und wird diese verändern. 

Dieses IoT ist auf ein gut funktionierendes Lokales Netzwerk angewiesen, über das sich die Sensoren bidirektional austauschen können. Neben dem aktuellen 5G-Standard, der erst in Jahren flächendeckend bereitstehen wird, gibt es zwar noch weitere Technologien, die für Aufbau von lokalen Netzwerken geeignet sind aber die Long Range Radiotechnologie „LoRa“ vereint die meisten Vorteile auf sich, so der FDP-Chef Fielenbach. 

„Long Range Radio“ (Langstreckenfunk) ist eine entwickelte Technologie für die drahtlose (Funk-)Datenkommunikation mit großer Reichweite. Je nach Funktion und Funktionalität eines solchen Funksenders sind Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren ohne Batteriewechsel möglich. Die LoRa-Technik bietet demnach technische und wirtschaftliche Vorteile für Smart-City-Anwendungen, mit der Behörden und Städte nachhaltige Dienstleistungen bereitstellen können. Mit ihr kann die Stadt eine intelligente Überwachungs- und Steuerungsinfrastruktur aufbauen (Stadtmanagement), mit der Daten von tausenden vernetzter Geräte und Systeme auf rationelle Weise gesammelt und analysiert werden können. 

Das LoRaWAN-Netzwerk kann flexibel bereitgestellt und in öffentlichen, privaten oder hybriden Netzwerken im Innen- oder Außenbereich installiert werden. Für dicht besiedelte Ballungszentren ist es v.a. wichtig, dass die Signale „tief“ in die städtische Bebauung vordringen. Das ist bei LoRa der Fall. 

„Insgesamt wird die Smart-City-Technologie die Art und Weise, wie Städte gemanaged werden und Behörden und Bürger miteinander interagieren können, komplett verändern. Präzise gesteuerte Straßenbeleuchtung, dezentrale Luftqualitätsmessung, Abfallmanagement, Energieerfassungs- und Steuerungsmanagement, Ampelsteuerung oder exakte Parkplatzsuche sind nur ein paar Beispiele für solche und viele andere IoT-Anwendungen. Cloudbasierte Smart-City-Plattformen erfassen die Daten, analysieren sie, stellen Services bereit und versorgen „die Community“ mit Informationen. Der „Grad von Smart-City“ wird ein wesentlicher Standortfaktor für Städte, auch in der Größenordnung von Neuss, werden. Und natürlich kann auch die SWN auf dieser Technikbasis arbeiten und unabhängig voneinander ihre Aufgabenstellungen erfüllen. Die Erfahrungen mit diesem Netzwerk können auch für Unternehmen im Stadtgebiet interessant sein -beispielsweise aus der Logistikbranche – und einen weiteren Ausbau nach sich ziehen. Die Kooperationsmöglichkeiten und Mehrwerte sind vielfältig“ kommentiert Manfred Bodewig, Fraktionsvorsitzender diese Initiative.

„Mit dem Aufbau eines solchen Lokalen Netzwerkes wird die Stadt Neuss nicht nur Akteur in der Stadtentwicklung sondern auch der Akteure in der Digitalisierung werden und bleiben. Damit kann es auch gelingen die Digitalisierung aus der einer reinen Effizienzsteigerungslogik herauszuholen und mehr Menschen zu motivieren, sich in die Debatten über unsere zukünftige Stadt einzumischen. Das ist die Meinung der beiden Führungsleute der FDP in Neuss.

Wir werden einen entsprechenden Antrag https://www.fdp-neuss.de/wp-content/uploads/2019/07/Antrag.pdfzu diesem Thema mit den erwähnten Inhalten nach der Sommerpause in den Rat der Stadt Neuss einbringen. Mit diesen Schritten wird die Digitalisierung der Stadt energisch nach vorne gebracht werden.

VonRatsfraktion Jul 15, 2019

FDP fordert Kümmerer für künftige Schulformwechsler nach Klasse 6

„Enttäuschend“, nennt Bernd Kahlbau, der schulpolitische Sprecher der FDP Neuss die Reaktion von Dr. Zangs, Schulverwaltungsamt Neuss, auf eine Initiative seiner Partei zur Hilfestellung für künftige Neusser Schulformwechsler nach Klasse 6 ab dem Jahr 2020.       Ja, das Problem sei dort bekannt, aber für eine Hilfestellung fühlt sich das Amt nicht zuständig, denn das Thema betrifft „schulinterne Angelegenheiten“, so Dr. Zangs in der NGZ (11.7.2019)! Damit meint sie, dass die abgebende Schule sechs Wochen vor der (Nicht-) Versetzung die betroffenen Familien auf die bedrohliche Situation hinweisen und eine Beratung anbieten muss (APO-SI, §12, Abs. 1 und 3). Dabei soll dann mindestens eine aufnehmende Schule außerhalb des Neusser Stadtgebietes benannt werden, denn in Neuss gibt es dann keine geeignete Schule mehr, unsere Schullandschaft ist leider nicht mehr vielfältig. Also müssen über 40 Familien ab 2020 für ihre Kinder, die Abgänger der Neusser Gymnasien und der Realschule Holzheim nach Klasse 6,  alleine  eine neue Schule suchen, und die liegt dann außerhalb von Neuss! Die Formalitäten, die Gespräche erledigen die Eltern in eigener Regie und das Amt freut sich, wie problemlos alles abläuft!

Neusser Lehrer wissen genau, wo wie viele Plätze in guter Erreichbarkeit im Angebot sind.

Dieses Märchen erzählt das Schulverwaltungsamt im Moment den Neusser Bürgern.

In Wahrheit hat das verpflichtende Beratungsgespräch an der abgebenden Schule ein ganz anderes Ziel und wird die Eltern hinsichtlich der Zukunft ihrer Kinder weitgehend ratlos zurücklassen. Nur das Schulverwaltungsamt Neuss kennt die aktuelle die Schulsituation im Rhein-Kreis Neuss!

Deshalb fordert die FDP Neuss das Schulverwaltungsamt auf, seine bequeme Zuschauerrolle sofort aufzugeben und einen „Kümmerplan“ zu entwerfen. Zusätzlich bringt die FDP zur nächsten Schulausschusssitzung (15.09.2019) einen Antrag zum Thema Schulformwechsler ein, damit im September 2020 die Neusser Familien zumindest eine Hilfestellung bei der Schullaufbahnentscheidung für ihre Kinder erhalten oder – wenn das Schulverwaltungsamt endlich aktiv wird – den Neusser Familien kilometerweite, stundenlange Schulwege, z. B. nach Düsseldorf oder nach Mönchengladbach, durch Schulplätze im Neusser Stadtgebiet erspart bleiben!

VonRatsfraktion Jul 4, 2019

FDP sorgt sich um zukünftige Schulformwechsler nach Klasse 6 in Neuss

Die Sekundarschule Neuss übernimmt zum neuen Schuljahr 2019/2020 wie in den letzten Jahren mehr als 30 Schüler aus dem Gymnasium in ihre Klassen 7, die Realschule Holzheim noch zehn weitere. Die Gesamtschulen können – wie jedes Jahr – niemanden aufnehmen. Im Gespräch mit Bernd Kahlbau, dem schulpolitischen Sprecher der FDP Neuss, sorgt sich der Schulleiter der Sekundarschule, Georg Balster: „Was passiert in 2020, wenn die Sekundarschule Neuss keine Klasse 7 mehr anbieten darf? Dann fehlt aufgrund des Auflösungsbeschlusses zur Sekundarschule in 2018 die zentrale aufnehmende Schule für die betroffenen Familien!“ Werden sie etwa auf die Nachbargemeinden verteilt?

Schon im Vorfeld der damaligen Entscheidung hat die FDP Neuss, die als einzige Partei im Rat  der Stadt Neuss die Sekundarschule Neuss gerne gerettet hätte, vor diesem ungelösten Folgeproblem gewarnt. Seit dem Auflösungsbeschluss zur Sekundarschule Neuss (April 2018) ist der FDP Neuss jedenfalls kein Lösungsvorschlag seitens des Schulverwaltungsamtes bekannt. Es ist höchste Zeit, Pläne zur Verteilung der Schulformwechsler in 2020 – falls vorhanden – zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen.

Jedes längere Abwarten erschwert eine befriedigende Klärung für die betroffenen Neusser Familien. Die Zeit drängt.

VonRatsfraktion Jul 3, 2019

CDU-FDP-Koalition in NRW sorgt für deutliche Entlastung bei Straßenausbaubeiträgen

Die Straßenausbaubeiträge werden reformiert. „Die NRW-Koalition wird die Beitragszahler entlasten und die daraus resultierenden Mindereinnahmen für die Kommunen kompensieren. Das ist eine gute Nachricht für die Bürgerinnen und Bürger und die Kommunen“, stellt der FDP-Landtagsabgeordnete Rainer Matheisen fest.

Um diese Entlastung zugunsten der Bürger zu finanzieren, stellt das Land künftig jedes Jahr 65 Millionen Euro in einem Förderprogramm zur Verfügung. Konkret sieht die Reform vor, die Anliegerbeiträge neu zu staffeln. Kommunen, die an dem Förderprogramm teilnehmen wollen, setzen künftig eine neue Staffelung der Anliegerbeiträge an, bei der die Höchstbeiträge aus der bisherigen Mustersatzung halbiert werden. „Das ist eine spürbare Entlastung für Bürgerinnen und Bürger“, betont Matheisen. Er lobt die sozial-ausgewogene Lösung, denn zudem sollen im Kommunalabgabengesetz (KAG) soziale Härten besser als bisher abgefedert werden. „Es wird ein Rechtsanspruch auf Ratenzahlung eingeführt, Ratenzahlung soll künftig zu marktüblichem Zinssatz erfolgen und es wird eine praktikable Härtefallregelung geben. Darüber hinaus wird eine verpflichtende und zeitlich vorgelagerte Bürgerbeteiligung Transparenz und Planungssicherheit für die Betroffenen schaffen. „Mit den Eckpunkten konnten wir zwei unserer Kernanliegen verbinden: Wir bleiben finanzpolitisch seriös und können zugleich eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger realisieren“, sagt Matheisen.

Der Vorsitzende der Neusser FDP, Michael Fielenbach und der Fraktionsvorsitzende Manfred Bodewig sind mit der Reform und deren Inhalt sehr zufrieden. Eine echte „win-win-Situation“ für alle Beteiligten ist geschaffen worden, die nicht nur entlastet und eine wirksame soziale Komponente enthält, sondern notwendige Investitionen in die Infrastruktur zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern fruchtbar gestaltet, so der FDP-Chef Fielenbach.

VonRatsfraktion Jul 3, 2019

Landesförderung für Neuss-Düsseldorfer Häfen

Das Land NRW fördert die Neuss-Düsseldorfer Häfen mit einem Betrag von 147.000 €. Mit dem Geld werden die Vor- und Nachläufe an den Containerterminals im Düsseldorfer Süden und in Neuss optimiert, so dass zukünftig jährlich etwa 12500 LKW-Fahrten eingespart werden können. Heute wurden vom Land die Förderbescheide für die letzte Meile im Schienengüterverkehr vergeben.

Bei der Übergabe der Bescheide durch Verkehrsminister Hendrik Wüst freute sich der Düsseldorfer FDP-Landtagsabgeordnete Rainer Matheisen, denn die Häfen in Düsseldorf und Neuss sind ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor in der Region und tragen erheblich zur Wirtschaftskraft bei. „Durch die Verlagerung von Gütertransport vom LKW auf die Schiene werden nun aber auch Anwohner und Pendler durch weniger Verkehrsbewegungen auf den umliegenden Straßen entlastet. Ich freue mich, dass Wirtschaftswachstum und Anwohnerinteressen hier Hand in Hand gehen können!“ 

Der Neusser FDP-Chef Michael Fielenbach freut sich v.a. über die Tatsache, dass mit der Förderung sowohl die Wirtschaft gestärkt als auch Umweltschutz in Reinform praktisch und nach gesundem Menschenverstand zusammengebracht worden ist. „Ein Beispiel dafür, dass man durch Förderung und nicht durch Verbote nachhaltige win-win-Situationen erzielen kann, so der Neusser FDP-Vorsitzende Fielenbach.  

VonRatsfraktion Jun 26, 2019

Warnung des Monats

Tübingen: Baugebot mit Enteignungsandrohung

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) lies kürzlich rund 450 Eigentümer unbebauter Grundstücke anschreiben und fragte, ob sie bereit wären, innerhalb der nächsten 4 Jahre zu bauen. Ansonsten würde die Stadt Tübingen den Grund und Boden „zum Verkehrswert“ ankaufen. Sollte sich ein Grundstückseigentümer den beiden Optionen (Bebauung oder Verkauf an die Stadt) widersetzen oder nicht antworten, so würde ihm noch in selben Schreiben mit einem Zwangsgeld gedroht. Boris Palmer rechtfertigte sein rüdes Vorgehen mit der im Grundgesetz verankerten Sozialbindung des Eigentums und auch mit dem „Baugebot“ des Baugesetzbuches. Danach dürfen Kommunen zwangsweise auf unbebaute Grundstücke zugreifen, wenn darüber größere Bauvorhaben umgesetzt werden können.

Einschätzung: Dieser Zugriff beschränkt sich nicht auf Tübingen und rechtfertigt unsere Zurückhaltung gegenüber Baulücken und Mietprojekten.

Gegen Vermieter und Eigentümer unbebauter Grundstücke wird künftig immer rigoroser vorgegangen werden. Mietobjekte oder unbebaute Grundstücke in Städten lohnen sich damit nicht!

VonRatsfraktion Jun 25, 2019

FDP: Keine weitere „Kunstraseninflation“ in Neuss

Der sportpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Neuss, Bernd Kahlbau, ist entsetzt über die Kunstrasenpläne von SPD und Mario Mayen. Sollen doch viele weitere Kunstrasenplätze in Neuss als Groß- und Kleinspielfelder möglich werden. Sogar bei den Fußballzentren sollen nach diesen Plänen sogar neben den beschlossenen Kunstrasengroßfeldern noch weitere angelegt werden dürfen. „Wir haben ein Kunstrasenfeld für jedes Fußballzentren beschlossen, aber das heißt doch nicht, dass es dort nur ein Kunstrasengroßfeld geben darf!“, so eine CDU-Stimme.  Zusammen mit Ingrid Schäfer (CDU) hat der FDP-Politiker engagiert gegen diese ökologisch und finanziell unsinnige Idee gekämpft. Der Sportausschuss soll nach Ansicht der FDP Neuss die Vielfalt des Sports in Neuss großzügig fördern, aber nicht Kunstrasenplätze für die einzig mögliche Stärkung des Vereinssports halten. Hier unterstützt die FDP Neuss ausdrücklich die Absage der Grünen gegenüber Kunstrasenplätzen. „Mal sehen, was nach den Koalitionsgesprächen davon übrig bleibt“, schmunzelt Bernd Kahlbau!

Die SPD muss überdies einen Widerspruch klären, so Kahlbau. Im Umweltausschuss fordert sie  „eine Quote zur Begrünung“ von Vorgärten (NGZ 6.6.19), damit will sie den Bürger zukünftig zu 30mVorgartenökologie zwingen, selber fordert sie die gezielte und massenweise Versiegelung  riesiger Flächen (7800m2)  durch viele Kunstrasenfußballfelder!

Diese unsinnigen Kunstrasen-Pläne stehen im Arbeitskreis Sportentwicklung (2.Juli 2019) erneut auf der Tagesordnung. Der FDP-Politiker hofft, dass sich dann die Vernunft durchsetzt.

VonRatsfraktion Jun 13, 2019

Falkenansiedlung und –einsatz zur Sicherung der Artenvielfalt

Im Jahr 2009 berichtete die NGZ über einen Ansiedlungsversuch von Wanderfalken als größte Feinde der Tauben auf der Plange Mühle. Der schädliche Taubenbestand konnte damals auf 50 Tiere reduziert werden. Ein Teil der Tiere wurde zur Beute, der Rest verkrümelte sich, suchte eine “falkenfreie Zone” auf. So fand die Mühle eine biologische Lösung für ein auch hygienisches Problem.

Im Oktober 2018 sollten Wanderfalken zur Lösung der übermäßigen Wildgänse-Population am Jröne Meerke eingesetzt werden, da die Tiere Exkremente in dem Wasser der Anlage hinterlassen und dadurch Gesundheitsrisiken bei der Nutzung entstehen. Der damalige Tenor: Entweder Wildgänse – oder Wasserspielplatz. Der Bürgermeister selbst hatte sich damals auf den Weg nach Düsseldorf-Angermund gemacht, um dort den Falkner Luitger Schnurbusch zu besuchen. Der wollte seinerseits sogar eine eigene zentrale Falknerei inklusive einer Greifvogel-Auffangstation auf Neusser Stadtgebiet einrichten. Das Unterfangen scheiterte jedoch an einem geeigneten Grundstück.

Bislang ist also, bis auf die Tatsache, dass die Vögel – sowohl Tauben, Krähen aber auch Wildgänse – nichts nachhaltiges passiert, so der Neusser FDP-Chef Michael Fielenbach. Es ist immer dasselbe, die Politik äußert sich mit Absichtserklärungen, denen keine Taten folgen und die Problematik besteht weiter –zum zunehmenden Unwillen der Bürger fort, so M. Fielenbach. In Neuss kommt dann noch eine weitere Eigenart hinzu. Anscheinend von der scheinbar guten Finanzlage der Stadt getrieben, werden z.B. für die Taubenplage in Neuss kostenintensive Lösungen in Form von Taubenhäusern favorisiert und der Einsatz der Feuerwehr zur Rettung durch Taubenspikes in Not geratener Tiere durch den Umweltdezernenten lauthals propagiert, so der FDP-Fraktionschef Manfred Bodewig. Das waren immerhin 200 Einsätze der Feuerwehr, die nicht nur richtig Geld kosten, sondern auch das Engagement der freiwilligen Helfer für Menschen in wirklichen Notlagen.

Im Kurpfälzischen gehen die Verantwortlichen da anders vor, berichtet M. Fielenbach anlässlich eines Besuchs in Heidelberg. Hier galten Wanderfalken fast 50 Jahre lang als ausgestorben. Ein Nistkasten im Kirchturm der Heidelberger Heiliggeistkirche konnte den Bestand aber retten.

Das Projekt „Natürliche Wiederansiedlung wild lebender Wanderfalken in Heidelberg“ wurde nun nach 2014 zum zweiten Mal als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Die Auszeichnung wird an Initiativen verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. In vielen weiteren Städten, darunter Zürich, Rom und London, fand das Projekt Nachahmer. In Neuss werden weiterhin andere Wege gesucht anstatt dieses vorbildliche Engagement auch in Neuss umzusetzen. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten und wird von der Geschäftsstelle der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit Sitz in Osnabrück ausgerichtet.

Bundesweit ist die Ansiedlung von Greifvögeln möglich. Die Firmen, die dies möglich machen, sind bekannt und haben Erfolg. Wir werden in Kürze hierzu einen Antrag in den Rat der Stadt einbringen, so Fielenbach, damit sowohl das Tauben – als auch das Wildgansproblem endlich wirksam und v.a. nachhaltig im Sinne der Artenvielfalt, aber hinsichtlich des Gesundheitsschutzes angegangen wird. „Grüne heile Welt Beschwichtigungen“ führen da keinen Deut weiter. Dort widmet man sich lieber der Rettung des Weltklimas, indem hier alles, was bis dato Wohlstand und Arbeit gesichert hat, systematisch zerstört wird.