FDP möchte Generationen-WG’s ermöglichen

VonRatsfraktion Mrz 5, 2019

FDP möchte Generationen-WG’s ermöglichen

Die Sorgen und Nöte von Studenten und Senioren könnten auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein. Viele Senioren leben (häufig allein) in einer großen Wohnung. Kinder und Enkelkinder wohnen in entfernten Städten und die Einsamkeit schleicht sich in den Alltag ein. Studenten haben mit der Einsamkeit weniger Probleme. Oft ungewollt müssen Sie während der Studienzeit weiterhin im Elternhaus wohnen. Wohnungen sind rar, die Mietpreise in den Städten schnellen in astronomische Höhen und das Geld ist knapp. Stattdessen werden teilweise lange Anfahrten mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf genommen.  Was wenn man beide Probleme gleichzeitig lösen könnte? Hier kommt das Konzept der generationenübergreifenden WG aus Senioren und Studenten – oder auch Auszubildenden – zum Zuge. Das Modell erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Seniorin oder der Senior vermieteten ein Zimmer günstig an die oder den Studenten und erlassen häufig einen Teil der Miete für die Erledigung kleinerer Aufgaben (z.b. Hilfe bei Einkäufen oder Unterstützung beim Putzen der Wohnung). Darüber hinaus entstehen häufig gemeinsame Aktivitäten, wie das gemeinsame Kochen oder ein Fernsehabend (abwechselnd Netflix und ARD). Einige Studentenverbände unterstützen bereits diese Form des Zusammenlebens und unterstützen die ungleichen Paare sich zu finden. In Neuss ist das Modell leider noch nicht verbreitet und zu großen Teilen unbekannt. Es fehlt an Anlaufstellen für beide Seiten und an einer professionellen Vermittlung. Durch die Nähe zu den Universitäten in Köln und Düsseldorf, sowie der Fachhochschule ist Neuss für Studenten ein attraktiver Wohnort. Dadurch eignet sich die Stadt hervorragend für diese Art des Zusammenlebens. Gemeinsam mit den Liberalen Senioren und den Jungen Liberalen werden die Freien Demokraten diesen Ansatz in die neue Arbeitsgruppe “Soziales Wohnen” als zentrales Thema einbringen. Stadt und Verbände können zusammen arbeiten um diese “Win-Win-Situation” schon bald auch in Neuss Realität werden zu lassen.