FDP-Fraktion: Verwaltung scheitert mit konzeptlosem Antrag zu Hundeauslaufflächen

VonRatsfraktion Jun 16, 2018

FDP-Fraktion: Verwaltung scheitert mit konzeptlosem Antrag zu Hundeauslaufflächen

Peinlich! Beim Ausschuss für Umwelt und Stadtgrün standen in der letzten Sitzung am 12. Juni 2018 für Umweltamt und Leiter zum Thema Hundeauslaufflächen lange Zeit Nachsitzen und Strafarbeit im Raum. Dabei sah alles anfangs noch so toll aus.

Während das Amt f. Umwelt und Stadtgrün noch im September 2017 (!) vier Flächen als bedarfsdeckend ansah, waren für die Sitzung im Juni 2018 bereits 16 Flächen im Angebot. Alle sollten aus Kostengründen nicht eingezäunt werden. Aus Sicht der FDP-Fraktion muss die Einzäunung im Einzelfall geprüft und entschieden werden. Einige Flächen könnten eventuell ohne Zaun betrieben werden, manche auf keinen Fall. So hatte die FDP sich darüber verständigt, die Schützenwiese in Reuschenberg neben einer Hauptverkehrsstraße nur eingezäunt zu akzeptieren oder aus der Liste zu streichen.

Weiterhin wurden in der Sitzung das Mokkaloch und der Kirmesplatz am Derendorfweg als problematisch angesehen. Vier Auslaufflächen gibt es jetzt schon in Neuss, deshalb ist eine Verringerung der 16er-Liste auf vier, wie in der Diskussion geäußert, aus Sicht der FDP-Fraktion nicht zielführend. Als Löwe gesprungen, als Bettvorleger gelandet. Zudem würden die PKW-Fahrten zu den seltenen Plätzen die Schadstoffbelastung der Luft in Neuss unnötig erhöhen. Die FDP rät deshalb zu acht bis zehn Plätzen über das Stadtgebiet, die zu Fuß erreicht werden können.
Insgesamt vermisst die FDP ein Konzept zu dem Thema, eine Liste ist zu wenig. So sollte man zwischen Hundewiese ohne Zaun und Hundeauslaufplatz mit Zaun für Hundesport (Agility), Hundetraining und Hundegruppen-Auslauf unterscheiden. Diese Flächen sollten unbedingt von Paten betreut werden, die auch Terminkoordinierung übernehmen könnten. Nach Mitteilung des Amtes stehen doch in vielen Stadtteilen engagierte Bürger Gewehr bei Fuß.
Damit zum nächsten Sitzungstermin auch wirklich belastbare Erkenntnisse vorliegen, werden die Fraktionen eigene Vorschläge unterbreiten und so die Arbeit der Verwaltung übernehmen.
Also doch keine Strafarbeit für das Amt f. Umwelt und Stadtgrün.